Handel und Konsumgüterindustrie fordern flächendeckenden Einsatz von E-Business
Immer mehr Unternehmen in Industrie und Handel arbeiten auf der Basis einheitlicher Kommunikations- und Prozessstandards zusammen, um so die Wünsche der Konsumenten besser und effizienter erfüllen zu können. Defizite bestehen jedoch noch beim elektronischen Austausch von geschäftlichen Informationen, auch E-Business genannt.
Laut einer Untersuchung der Standardisierungsorganisation GS1 Germany besteht vor allem bei den Standards für die Lieferkette noch Nachholbedarf, zum Beispiel bei der elektronischen und damit papierlosen Übermittlung der Lieferavise. "Der flächendeckende Einsatz von E-Business-Standards ist die Voraussetzung für eine systematische Optimierung der Supply Chain", sagt Zygmunt Mierdorf, Vorstandsmitglied der METRO GROUP und Aufsichtsratsvorsitzender von GS1 Germany. "E-Business spart Kosten, verbessert die Datenqualität und entlastet die Umwelt."
Mierdorf: "Nur wenn Standards genutzt werden, lassen sich Vorteile realisieren"
Die METRO GROUP wickelt mittlerweile 90 Prozent aller Rechnungen und rund 80 Prozent aller Bestellungen auf elektronischen Wegen ab. Ziel von GS1 ist es, bis Ende 2010 alle Unternehmen der Branche in die Lage zu versetzen, ihre Geschäftsprozesse auf E-Business-Standards umzustellen. Dies hat der Aufsichtsrat des GS1 Germany anlässlich des 10. ECR-Tags in Dresden beschlossen. Dem Gremium gehören führende Handelsunternehmen und Konsumgüterhersteller an. "Denn nur wenn Standards auch tatsächlich genutzt werden, lassen sich die möglichen Vorteile realisieren – das gilt sowohl für Händler als auch für die Industrie", so Mierdorf.
Weitere Informationen
- Internetseite von GS1 Germany www.gs1-germany.de
- Geschäftsprozesse im Handel auf Basis der GS1-Standards pdf (450 KB)



















