Mehr Service für alle!
In Zeiten knapper Kassen müssen auch öffentliche Einrichtungen sparen. Gleichzeitig gilt es, sich gegenüber privaten Wettbewerbern zu behaupten. Dabei spielt der Kundenservice eine wichtige Rolle. RFID bietet viele Möglichkeiten, die Kosten im Griff zu behalten und dennoch König Kunde gerecht zu werden.
Museum der Zukunft
Das Naturhistorische Museum im dänischen Aarhus bietet Besuchern einen interaktiven Ausstellungsführer. Der mit einem RFID-Lesegerät ausgestattete Kleincomputer kam in den Jahren 2004 und 2005 erstmals bei einer Vogelausstellung zum Einsatz. Die rund 50 Exponate waren mit Transpondern bestückt. Mithilfe des Geräts konnten Interessierte Videofilme und Audiodateien mit Informationen zu den Tieren abrufen. Umgekehrt konnten die Initiatoren der Ausstellung nachvollziehen, welche Daten sich die Besucher anzeigen ließen. Das ermöglichte es ihnen, das Konzept entsprechend anzupassen.
Bücherwürmer hassen Schlangen
In der Münchner Stadtbibliothek können Besucher Medien dank RFID selbstständig ausleihen. Dafür wurden sämtliche Stücke mit Transpondern ausgestattet. An speziellen Terminals im Eingangsbereich lassen sich Bibliotheksausweis und auszuleihende Medien in Sekundenschnelle erfassen und verbuchen. Auch die Rückgabe erfolgt auf diese Weise. Warteschlangen gehören damit zur Vergangenheit.
Sicher durch den Großstadtdschungel
Japans Hauptstadt Tokio nutzt RFID, um Touristen und Geschäftsreisenden die Orientierung zu erleichtern. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden mehr als 10.000 Transponder an Geschäften, Bars und Straßenlaternen des Geschäfts- und Vergnügungsviertels Ginza angebracht. Mithilfe eines Handlesegeräts können Besucher die Transponder erfassen und über eine drahtlose Internetverbindung Informationen zum Aufenthaltsort ablesen.

















